Fotobuch-Profi Teil 1: Erstellung mit Anbieter-Software oder unabhängigem Programm?


Fotobuch-Profi Teil 1: Erstellung mit Anbieter-Software oder unabhängigem Programm?

Wer häufiger Fotobücher gestaltet wird feststellen, dass die kostenlos von den Fotobuch-Dienstleistern bereitgestellten Programme alle ihre Eigenheiten haben. Oft überlegt man sich, ob ein unabhängiges Programm nicht besser wäre. Zum Auftakt unserer Fotobuch-Serie für Fortgeschrittene zeigt Ihnen unsere Fotobuch-Expertin Petra Vogt die Vor- und Nachteile von anbietereigener Software und unabhängiger und gibt Tipps zum Einsatz.

Bei den meisten Fotoservices wird eine kostenlose Gestaltungssoftware für die Fotobücher bereitgestellt. Das ist auf den ersten Blick ein toller Service. Wer bei mehreren Anbietern bestellen möchte, ist es oft jedoch schnell leid, sich in die verschiedenen Programme einzuarbeiten. Nicht selten fehlen einem dann auch Funktionen, die man von anderen gewohnt ist. Auch wenn ein Fotobuch viel Text umfasst, verzweifelt man schnell an den Kostenlosprogrammen – vor allem, wenn dieser auch noch über Seitenumbrüche hinweg fließen soll. Diese Aufgabe zu bewältigen, gelingt in der Software der allermeisten Fotoservices nämlich nur mit mühsamer manueller Arbeit.

Fortgeschrittene Fotobuchersteller kommen deshalb meist früher oder später auf die Idee, ein anbieterunabhängiges Programm zur Gestaltung der eigenen Werke zu verwenden. Dazu gibt es eine ganze Reihe von Möglichkeiten. So bieten mittlerweile auch Bildverwaltungs- und Bearbeitungsprogramme wie Photoshop Elements, Lightroom und iPhoto die Möglichkeit zum Fotobuchlayout.

Anbietersoftware vs Layoutprogramm iPhoto

Das ist bequem, weil man dann die Aufnahmen nicht exportieren und die Anwendung wechseln muss. Allerdings bieten diese oft nur einen eingeschränkten Gestaltungsspielraum. Bei iPhoto und Lightroom etwa können die Seitenlayouts als solche nicht frei gestaltet werden. Umgehen kann man dies, indem man die gewünschten Seiten jeweils als Bild erstellt. Dazu kann man auch Bildbearbeitungsprogramme wie Photoshop nutzen. Das ist jedoch mühsam und aufwendig und von daher kaum zu empfehlen.

Vorteile anbieter-unabhängiger Programme

Der Königsweg sind deshalb immer noch spezialisierte Layoutprogramme wie InDesign.

Fotobuch Anbietersoftware vs Layoutprogramm Indesign

Sie ermöglichen die anbieterunabhängige Erstellung und verfügen über umfangreiche Gestaltungsmöglichkeiten. Dazu kommen weitere Vorteile wie umfangreiche Automatisierungsmöglichkeiten über Formatvorlagen für Seiten, Texte und Objekte. Damit kann man deutlich schneller ein Buch gestalten als in der typischen Fotobuchsoftware – vorausgesetzt man hat sich gut in die Software eingearbeitet. Als weiteres Plus bieten die Programme die Möglichkeit zum Probeausdruck (etwa zum Korrekturlesen) und zur Weitergabe als PDF und zum Teil sogar eBook.

Die bekanntesten Vertreter an kommerziellen Layoutprogrammen sind InDesign und QuarkXPress. Es gibt aber auch kostenlose Alternativen. Das Programm Scribus etwa bewältigt alle typischen Aufgaben, die bei der Fotobucherstellung anfallen.

Anbietersoftware vs Layoutprogramm Scribus

Für Mac-Nutzer bietet iCalamus viele Möglichkeiten und kann kostenlos beim Fotoservice Photographerbook.eu heruntergeladen werden.

Nachteile anbieter-unabhängiger Programme

Allerdings gibt es bei der anbieter-unabhängigen Erstellung nicht nur Vorteile. Zunächst erfordern die jeweiligen Programme eine mehr oder weniger umfangreiche Einarbeitung. Besonders Layoutprogramme, deren Funktionsumfang sehr groß ist und die genau deshalb so eine attraktive Alternative darstellen, sind nicht ganz einfach zu erlernen. Immerhin findet man bei den großen bekannten wie InDesign zahllose Anleitungen – auch in Videoform im Internet z.B. bei YouTube.

Ein weiterer Nachteil der anbieterunabhängigen Programme ist, dass die Möglichkeiten Fehler zu machen, deutlich größer sind. Die Fotobuchprogramme der Hersteller sind auf die hauseigenen Anforderungen zum Druck spezialisiert und enthalten in der Regel automatische Prüfungen auf typische Anwenderfehler und potenzielle Probleme. Bei einem unabhängigen Layoutprogramm muss man sich selbst um Druckspezifikationen und ihre Berücksichtigung kümmern. Das beginnt schon mit den genauen Formaten und Beschnitträndern. Einige wenige Anbieter wie WhiteWall stellen Vorlagen zum Download bereit, die diese Angaben enthalten. Einen besonderen Service bietet auch Blurb mit einem eigenen InDesign-PlugIn, das die Erstellung und den Export deutlich vereinfacht und fehlersicherer macht.

Als weitere Hürde bei der Erstellung in einem Fremdprogramm muss man in Kauf nehmen, dass nur eine geringe Zahl von Fotobuchdienstleistern die Möglichkeit zum Bestellen ohne die hauseigene Software bietet. Wer den Weg der unabhängigen Erstellung gehen möchte, sollte beim Wunschdienstleister deshalb vorab klären, ob das überhaupt möglich ist und welche Formate für die Druckdatei eingereicht werden können. In der Regel sind dies PDF und vereinzelt auch JPEGs.

Mischung unabhängige Fotobuch Software und anbieter-eigene 

Akzeptiert der Wunschdienstleister nur die eigene Software, kann auch die Mischung von dessen hauseigenem und dem eigenen Lieblingsprogramm eine Lösung sein: Zunächst erstellt man das eigentliche Layout im Wunschprogramm wie etwa Scribus oder Lightroom. Daraus werden die Seiten dann als JPG exportiert. Dieser wiederum werden als vollformatige Abbildung in die Fotobuchsoftware eingefügt. Das lässt sich in der Regel auch ohne große Einarbeitung ins Fotobuchprogramm bewältigen und ist – abhängig vom Seitenumfang – in wenigen Minuten erledigt. Die Vorteile liegen auf der Hand: der Bestellprozess des Anbieters kann mit all seinen Hilfen genutzt werden und die nötigen Druckspezifikationen werden automatisch schon berücksichtigt. Nun kann man sich fragen, warum man dann nicht gleich mit der Software des Fotobuchdienstleisters arbeitet? In der Regel, weil dort wichtige Funktionen (wie etwa die Textverkettung) fehlen und es trotz des Mehraufwandes weniger Arbeit ist als die kostenlose Fotobuchsoftware einzusetzen.

Fazit: Einsatz sorgfältig abwägen

Alles in allem ist es sinnvoll, für das jeweilige Projekt sorgfältig abzuwägen, ob die Verwendung der anbietereigenen Software oder eines unabhängigen Programms oder eine Mischung beider am sinnvollsten ist. Eine durchdachte Wahl spart nämlich unter Umständen enorm viel Aufwand und stellt ein besseres Endergebnis sicher. Als Daumenregel kann gelten, dass die anbieter-unabhängige Software vor allem für Projekte mit viel Text sinnvoll ist. Auch für alle, die bei verschiedenen Druckdienstleistern ordern möchten und sicher sein wollen, dass ihr Werk auch in einigen Jahren noch bestellbar ist, lohnt sich meist die Einarbeitung in eine Layoutsoftware. Wer dagegen seine ersten Buchprojekte erstellt und sich mit Software generell schwer tut, bleibt besser bei dem Programm eines Anbieters, der viele Möglichkeiten bietet wie etwa CEWE, Pixum oder Albelli. Auch wer sowieso alle seine Bücher bei einem Anbieter erstellt und mit dessen Software eigentlich ganz zufrieden ist, wird vermutlich kaum glücklich mit der umfangreichen Einarbeitung in Layout-Software werden.

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